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Hawaii Ironman am 14. Oktober 2017

Frank Bareuther - "Unser Mann in Kailua-Kona"

Zum zweiten Mal konnte er sich im vergangenen Juli in Frankfurt beim Ironman Europa für die Ironman WM qualifizieren. Er nahm die Herausforderung wieder an.

Der Hawaii-Ironman ist das Wimbledon des Triathlons. Nur die besten Triathlon-Langdistanzler dürfen hier starten.

Wiederum begab er sich auf die weite Reise. Nochmals musste er tief in seinen Geldbeutel greifen. - So eine Unternehmung kostet natürlich auch einiges, alleine der Startplatz schon 1000 US Dollar.

Um 7 Uhr in der Früh ging es in den 26° warmen Pazifik. Erst die Profis, dann die sogenannten Age-Grouper (zu Deutsch Altersklassen-Athleten). Das Meer brodelte. 2500 Teilnehmer im Wasser.

Nach bereits 1:10:38 h verließ Frank Bareuther vom TV 1848 die Fluten, trotz gehörigen Wellengangs. Salzwasser abduschen, weiter geht’s in die Wechselzone, rauf aufs Rad.

180 km in sengender Hitze Radfahren. Da kühlt der Fahrtwind schon nicht mehr. Frank Bareuther tat, was er tun musste: viel trinken. Ausreichend Kohlehydrate, meist in Riegelform, durften dabei auch nicht fehlen. Der Mönchengladbacher fuhr sein geplantes Tempo (Schnitt 33 km/h) durch. (ca. 5:30 Std. reine Fahrzeit)

Etwas steif in den Beinen zurück aus den Lavafeldern Konas, wieder in die Wechselzone. Kleidung wechseln, Laufschuhe an und weiter.

Auf der Marathon-Strecke entscheidet sich, ob es ein gutes Rennen wird. - Für den durchschnittlichen Mitteleuropäer sind diese Temperaturen immer mit einer ordentlichen Leistungseinbuße verbunden. Jedoch Bareuther konnte auch hier von seiner guten Vorbereitung profitieren. Mit einem 5:30 min. Tempo pro km lief er bis ins Ziel, natürlich ohne zu gehen! (Rund 3:50 Std. Laufzeit)

Am Ende blieb die Uhr bei 10:41:50 Std. stehen. Als 707ter lief er durchs Ziel. In seiner Altersklasse, in der M 55, war das Platz 33.

Ralf Laermann
Triathlonabteilung

Triathlon-WM in Rotterdam

Gold für Nottrodt - Silber für Laermann

Nicht nur bei den Profi-Sportlern, auch bei den Amateuren bzw. Age-Groupers wurden die Weltmeister am 16./17.09.17 in Rotterdam ermittelt. 3 Athleten vom 18 waren dabei! Dieses Mal musste man sich zwischen Olympischer- und Sprintdistanz entscheiden. Aus verkehrstechnischen Gründen war es nur möglich am Wochenende die Straßen zu sperren, deshalb fanden die Rennen sehr zeitnah statt, so dass ein Doppelstart nicht möglich war. Ab dem frühen Sonntagmorgen wurden die einzelnen Altersklassen mit 5 Minuten Abstand ins Rennen geschickt. Lufttemperatur 15°C, Wasser 16,7°C.

Karl-Heinz Nottrodt vom TV 1848 startete über die olympische Distanz. 1500 m Schwimmen im Rheinhafen, 40 km Radfahren als City-Rundkurs mit sehr vielen Kurven, kleinen Brücken und Tunneln sowie verengten Straßenführungen. Dann abschließend noch 10 km durch den Stadtpark sollten absolviert werden.

60 Mitstreiter der Alterskategorie M 65 gingen gleichzeitig vom Ponton aus ins Wasser.

Der Viersener war auch einer der Topfavoriten, aufgrund seines diesjährig im Juni errungenen Europameistertitels, auf der Mitteldistanz in Dänemark.

Als Topschwimmer arbeitete er sich einen satten 3-Minuten-Vorsprung heraus. Es sollte ein Start-Ziel-Sieg werden. Mit der drittbesten Radzeit und der viertbesten Laufzeit konnte ihm keiner das Wasser reichen und auch niemand sich nähern. Der Vorsprung blieb bis zum Schluss. Ungefährdet holte er sich seinen ersten Weltmeistertitel mit einer Zeit von 2:18:27 Std. vor dem Briten Christopher Owens (2:22:52 Std.) und dem Kanadier Rob Ashburner (2:24:13 Std.).

Ralf Laermann ging beim Sprint-Triathlon an den Start. 85 Männer der AK 55 aus aller Welt hatten sich für dieses Rennen klassifiziert und wurden von ihren Verbänden nominiert. Laermann, im Frühjahr noch außer Gefecht wegen einer ISG-Blockade im Rücken, kam aufgrund des Trainingsrückstandes erst in der zweiten Saisonhälfte so richtig in Form. Zuletzt noch vor 2 Wochen mit dem Sieg bei der Deutschen Meisterschaft auf der Sprintdistanz, machte er sich für die WM zum Medaillen-Kandidaten.

Als 12ter aus dem Wasser, nutzte Laermann die lange Wechselzone um etwas nach vorne zu kommen. Mit der besten Radzeit unterwegs, kassierte er die schnellen Schwimmer bald ein.

Als erster zurück in Wechselzone 2, dicht gefolgt von drei Kontrahenten, die sich an seine Fersen hefteten. Als erster müsste der spätere 4te, der Brite Roger Godley, die Verfolgung aufgeben. Auch der Deutsche Hermann Limburg, musste bald abreißen lassen. Die letzten Kilometer schienen zum Zweikampf zu werden.

Der Australier Campbell Dawson übernahm von Laermann nun die Führung und zog das Tempo noch mal an. Da konnte der 59 jährige Lehrer noch einige Zeit mitgehen, doch dann ging auch ihm die Luft aus. Am Ende baute der Australier (Endzeit: 1:09:37 Std.) den Vorsprung auf 20 Sekunden aus. Ralf Laermann finishte nach 1:09:56 Std. In seinem letzten Triathlon-Rennen in der Alterskategorie M 55 wurde er noch mal Vize-Weltmeister hinter dem fast 5 Jahre jüngeren Dawson aus Australien.

Über die olympische Distanz (1500-40-10) ging auch Steffi Meyers an den Start. Als beste deutsche wurde die 46. in der AK W 50 (auch hier waren 80 Starterinnen im Feld) in 2:43:21 Std.

Triathlon Weltmeisterschaft 2016 in Mexiko

Auf Cozumel, einer ca. 62 km langen und 21 km breiten Insel vor Yukatan, Bundesstaat Quintana Roo, fand die ITU Weltmeisterschaft über mehre Disziplinen und etlichen Kategorien statt.

Nach 21 stündiger Zug- Flug- Schiff und PKW-Reise war der Zielort erreicht. Allein die Reise in die Karibik war schon ein kleines Abenteuer. Dort angekommen, fühlte man sich wie in einer anderen Welt.  Flamingos, Leguane welche den Weg queren und bunte Fische im 29 Grad warmen Meereswasser, sorgten für traumhafte Eindrücke, welche man sonst nur aus dem Fernsehen kennt. Dazu kommt dann noch ein Klima mit heißen Temperaturen und enorm hoher Luftfeuchtigkeit.

Ein paar Tage Akklimatisierung waren schon nötig. Steffi Meyers und Ralf Laermann vom TV 1848 Mönchengladbach, hatten die weite Reise gewagt. Es waren zunächst aber auch nur formelle Dinge zu erledigen, wie Race-Briefing, Startunterlagenabholung, ID Lizenzkontrolle und Check-in der Sportgeräte. Das fand statt vor Ort in St. Miguel, die Hauptstadt der Insel, ca. 80.000 Einwohner, mit vielen romantischen Gassen im Kolonialstil gebauter Häuser vorwiegend aus dem 19. Jahrhundert, gemischt mit modernen Hotelanlagen und offenen lebhaften Plätzen, die mit tropischen Pflanzen gesäumt waren. So konnte man sich schon etwas akklimatisieren.

Insgesamt nahmen über 5.000 Athleten aus 71 Ländern teil.

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