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Gold für Nottrodt - Silber für Laermann

Nicht nur bei den Profi-Sportlern, auch bei den Amateuren bzw. Age-Groupers wurden die Weltmeister am 16./17.09.17 in Rotterdam ermittelt. 3 Athleten vom 18 waren dabei! Dieses Mal musste man sich zwischen Olympischer- und Sprintdistanz entscheiden. Aus verkehrstechnischen Gründen war es nur möglich am Wochenende die Straßen zu sperren, deshalb fanden die Rennen sehr zeitnah statt, so dass ein Doppelstart nicht möglich war. Ab dem frühen Sonntagmorgen wurden die einzelnen Altersklassen mit 5 Minuten Abstand ins Rennen geschickt. Lufttemperatur 15°C, Wasser 16,7°C.

Karl-Heinz Nottrodt vom TV 1848 startete über die olympische Distanz. 1500 m Schwimmen im Rheinhafen, 40 km Radfahren als City-Rundkurs mit sehr vielen Kurven, kleinen Brücken und Tunneln sowie verengten Straßenführungen. Dann abschließend noch 10 km durch den Stadtpark sollten absolviert werden.

60 Mitstreiter der Alterskategorie M 65 gingen gleichzeitig vom Ponton aus ins Wasser.

Der Viersener war auch einer der Topfavoriten, aufgrund seines diesjährig im Juni errungenen Europameistertitels, auf der Mitteldistanz in Dänemark.

Als Topschwimmer arbeitete er sich einen satten 3-Minuten-Vorsprung heraus. Es sollte ein Start-Ziel-Sieg werden. Mit der drittbesten Radzeit und der viertbesten Laufzeit konnte ihm keiner das Wasser reichen und auch niemand sich nähern. Der Vorsprung blieb bis zum Schluss. Ungefährdet holte er sich seinen ersten Weltmeistertitel mit einer Zeit von 2:18:27 Std. vor dem Briten Christopher Owens (2:22:52 Std.) und dem Kanadier Rob Ashburner (2:24:13 Std.).

Ralf Laermann ging beim Sprint-Triathlon an den Start. 85 Männer der AK 55 aus aller Welt hatten sich für dieses Rennen klassifiziert und wurden von ihren Verbänden nominiert. Laermann, im Frühjahr noch außer Gefecht wegen einer ISG-Blockade im Rücken, kam aufgrund des Trainingsrückstandes erst in der zweiten Saisonhälfte so richtig in Form. Zuletzt noch vor 2 Wochen mit dem Sieg bei der Deutschen Meisterschaft auf der Sprintdistanz, machte er sich für die WM zum Medaillen-Kandidaten.

Als 12ter aus dem Wasser, nutzte Laermann die lange Wechselzone um etwas nach vorne zu kommen. Mit der besten Radzeit unterwegs, kassierte er die schnellen Schwimmer bald ein.

Als erster zurück in Wechselzone 2, dicht gefolgt von drei Kontrahenten, die sich an seine Fersen hefteten. Als erster müsste der spätere 4te, der Brite Roger Godley, die Verfolgung aufgeben. Auch der Deutsche Hermann Limburg, musste bald abreißen lassen. Die letzten Kilometer schienen zum Zweikampf zu werden.

Der Australier Campbell Dawson übernahm von Laermann nun die Führung und zog das Tempo noch mal an. Da konnte der 59 jährige Lehrer noch einige Zeit mitgehen, doch dann ging auch ihm die Luft aus. Am Ende baute der Australier (Endzeit: 1:09:37 Std.) den Vorsprung auf 20 Sekunden aus. Ralf Laermann finishte nach 1:09:56 Std. In seinem letzten Triathlon-Rennen in der Alterskategorie M 55 wurde er noch mal Vize-Weltmeister hinter dem fast 5 Jahre jüngeren Dawson aus Australien.

Über die olympische Distanz (1500-40-10) ging auch Steffi Meyers an den Start. Als beste deutsche wurde die 46. in der AK W 50 (auch hier waren 80 Starterinnen im Feld) in 2:43:21 Std.

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